Google-KI-Modus: Was hat sich seit der Einführung in den Niederlanden geändert?
Was bedeutet der Google-KI-Modus für deine SEO-Strategie?
Letzten Oktober haben wir einen Kurzbericht über den Google-KI-Modus geschrieben, der damals offiziell in den Niederlanden verfügbar wurde. Damals stellte sich heraus, dass der KI-Modus in den USA noch relativ selten genutzt wurde. Wir gingen davon aus, dass die Nutzung in den folgenden Monaten zunehmen würde. Inzwischen ist fast ein Jahr vergangen und wir sehen, dass der KI-Modus in vollem Umfang genutzt wird. In diesem Blog führen wir dich deshalb durch die wichtigsten Änderungen. Wir erklären, wie sich der KI-Modus zu KI-Übersichten und Gemini verhält. Anschließend zeigen wir dir, was das konkret für dein SEO bedeutet.
Das musst du über den Google-KI-Modus wissen:
- Der Google-KI-Modus wird immer häufiger bei der Suche nach Informationen, Produkten und Dienstleistungen genutzt.
- KI-Modus und KI-Übersichten sind nicht dasselbe und können unterschiedliche Websites als Quelle nutzen.
- Google nutzt seinen Suchindex, um Informationen für KI-Antworten zu finden, wodurch SEO weiterhin wichtig bleibt.
- Aktuelle Informationen wie Preise, Lagerbestände und Öffnungszeiten gewinnen an Bedeutung, je mehr Aufgaben Google der KI überträgt.
- Über die Google Search Console erhalten Unternehmen mehr Einblick in ihre Sichtbarkeit innerhalb generativer Suchfunktionen.

Was hat sich seit der Einführung in den Niederlanden verändert?
In einem Jahr kann sich viel ändern, das müssen wir niemandem erklären. Das gilt auch für den KI-Modus von Google. In einem Jahr ist viel passiert. Wir fassen die wichtigsten Entwicklungen zusammen.
Die Nutzung des KI-Modus wächst stark
Als der KI-Modus eingeführt wurde, war die Nutzung noch relativ begrenzt. Inzwischen gibt Google an, dass der KI-Modus – nur ein Jahr nach der Einführung – die Marke von über einer Milliarde monatlicher Nutzer erreicht hat. Auch die Anzahl der Suchanfragen hat sich seit der Einführung jedes Quartal mehr als verdoppelt. Laut Google entdecken die Nutzer immer besser, was sie mit der KI-Suche alles machen können, weshalb sie Google häufiger für Suchanfragen nutzen. Google meldete im Mai 2026 sogar, dass die Anzahl der Suchanfragen im vorangegangenen Quartal einen Rekordwert erreicht hatte.
Das zeigt, dass immer mehr Menschen KI nutzen, wenn sie nach Informationen, Produkten und Dienstleistungen suchen. Für Unternehmen bedeutet das, dass es bei der Sichtbarkeit nicht mehr nur um die traditionellen Suchergebnisse geht. Auch die Sichtbarkeit in den Antworten des KI-Modus wird immer wichtiger, um potenzielle Kunden während ihrer Suche zu erreichen.

Bist du neugierig, wie präsent dein Unternehmen im Bereich KI ist und wo noch Chancen liegen?
Google macht den KI-Modus immer intelligenter und handlungsorientierter
Google hat das zugrunde liegende Gemini-Modell weiter aktualisiert (von Gemini 2.5 auf Gemini 3.5 Flash), wobei Gemini das KI-Modell von Google ist und als „Motor“ für den KI-Modus fungiert. Außerdem arbeitet Google an sogenannten „Search Agents“. Für Unternehmen ist das interessant, da der KI-Modus damit nicht nur Informationen liefert, sondern in Zukunft auch Aufgaben ausführen kann. Denk dabei an die Suche nach Tickets, den Preisvergleich oder das Finden einer verfügbaren Reservierung. Dabei kann Google Informationen von verschiedenen Websites kombinieren, wie zum Beispiel aktuelle Preise und Verfügbarkeiten.
Diese Funktionen werden derzeit vor allem in den Vereinigten Staaten eingeführt und sind in den Niederlanden noch nicht alle verfügbar. Sie zeigen aber, in welche Richtung sich Google entwickelt. Für Unternehmen wird es daher nicht nur wichtig, ob Google deine Website finden kann, sondern auch, ob Google deine Informationen tatsächlich nutzen kann. Denk zum Beispiel an aktuelle Preise, Öffnungszeiten, Lagerbestände und Produktdaten.
Mehr Einblick in deine Sichtbarkeit in der KI
Für Unternehmen wird es immer einfacher, zu messen, wie sichtbar ihre Website in KI-Suchergebnissen ist. Seit Juni 2026 bietet die Google Search Console mehr Einblick darin, wie oft Seiten in generativen Suchfunktionen wie „KI-Übersichten“ und im KI-Modus erscheinen.
Du kannst unter anderem sehen, wie oft Seiten deiner Website in KI-Funktionen innerhalb der Suche und im Entdecken-Bereich erscheinen. Du kannst diese Daten nach Seite, Land, Gerät und Datum aufschlüsseln. Dadurch wird die KI-Sichtbarkeit konkreter und besser messbar. Außerdem macht Google Links zu relevanten Websites in und um KI-Antworten herum sichtbarer. Für Unternehmen ist das interessant, weil dadurch mehr Chancen entstehen, als Quelle genannt zu werden und Besucher über die KI auf die Website zu lenken.

Ist der Google-KI-Modus dasselbe wie „AI Overviews“?
Kurz gesagt: Nein. Beide Funktionen nutzen KI, funktionieren aber unterschiedlich.
- AI Overviews sind KI-Zusammenfassungen, die oben in den normalen Suchergebnissen erscheinen. Du bekommst eine kurze Antwort, darunter erscheinen weiterhin die organischen und bezahlten Suchergebnisse.
- Der KI-Modus ist eine eigenständige Sucherfahrung, in der du weitere Fragen stellen und ein ausführlicheres Gespräch mit Google führen kannst. Vergleichbar mit ChatGPT, Gemini oder Claude.
Dieser Unterschied ist auch für Unternehmen wichtig. Denn Google kann in beiden Funktionen unterschiedliche Quellen anzeigen. Ahrefs hat etwa 540.000 ähnliche Suchanfragen verglichen und festgestellt, dass sich nur 13,7 % der zitierten URLs überschnitten. Wenn dein Unternehmen in den KI-Übersichten gut sichtbar ist, bedeutet das also nicht automatisch, dass es auch im KI-Modus erwähnt wird.
Gleichzeitig nähern sich beide Funktionen einander an. So kannst du von einem KI-Überblick aus immer öfter direkt eine Folgefrage stellen und im KI-Modus weitermachen, wobei der Kontext erhalten bleibt.

Welche Rolle spielt Gemini im Google-KI-Modus?
Gemini ist das KI-Modell von Google und bildet den Motor hinter dem Google-KI-Modus. Es ist also nicht dasselbe wie der KI-Modus selbst. Diese Unterscheidung ist wichtig, da die Sichtbarkeit je nach Umgebung variieren kann.
So kommt der KI-Modus zu seinen Antworten
Der KI-Modus nutzt das sogenannte „Query Fan-Out“. Dabei wird eine Frage in mehrere Teilfragen aufgeteilt, woraufhin Google verschiedene Suchanfragen gleichzeitig durchführt. Die gefundenen Informationen werden anschließend zu einer Antwort mit Quellenangaben zusammengefasst.
Für Unternehmen ist vor allem wichtig, dass Google hierfür Informationen aus seinem Suchindex nutzt. SEO bleibt also eine wichtige Grundlage. Wenn Google deine Seite nicht gut crawlen, indexieren oder verstehen kann, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass deine Inhalte in einer KI-Antwort verwendet werden.
SEO verschwindet nicht durch die Einführung des KI-Modus. Im Gegenteil: Die Grundlage deiner Website wird sogar wichtiger denn je.
Was bedeuten diese Änderungen für deine SEO-Strategie?
Vielleicht fragst du dich, ob deine aktuelle SEO-Strategie noch ausreicht, um bei Google sichtbar zu bleiben. Die Grundlagen von SEO bleiben dieselben: Eine technisch solide Website und relevante Inhalte sind weiterhin wichtig. Was sich jedoch ändert, ist die Art und Weise, wie Google Informationen im KI-Modus nutzt. Für Unternehmen sind vor allem diese drei Entwicklungen wichtig.
1. Die Optimierung für KI beginnt bei der Technik
Der Google-KI-Modus bezieht Informationen aus dem Suchindex von Google. Wenn Google deine Seite nicht gut crawlen, indexieren oder verstehen kann, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass deine Inhalte in einer KI-Antwort erscheinen. Technisches SEO bleibt daher eine wichtige Grundlage. Wenn die Technik deiner Website nicht stimmt, macht eine Optimierung für KI wenig Sinn.
2. Inhalte müssen Fragen umfassender beantworten
Der KI-Modus liefert längere Antworten und behandelt oft mehrere Themen gleichzeitig. Durch „Query Fan-out“ zerlegt Google eine Suchanfrage zudem in verschiedene Teilfragen. Für Unternehmen bedeutet das, dass eine Seite, die nur auf ein Haupt-Keyword ausgerichtet ist, immer weniger Wirkung zeigt. Inhalte sollten nicht nur die Hauptfrage beantworten, sondern auch relevante Folgefragen und Unterthemen behandeln. Möchtest du mehr über Inhaltsstruktur und Suchabsicht erfahren? Dann lies auch unseren Artikel über KI-Übersichten und SEO.
3. Auffindbarkeit geht über eine hohe Platzierung bei Google hinaus
Eine hohe Platzierung bei Google bleibt wichtig, aber bei KI-Suchergebnissen geht es auch darum, ob Google deine Informationen als zuverlässige Quelle nutzen kann. Das gilt nicht nur für Inhalte. Je mehr Aufgaben der KI-Modus übernimmt, desto wichtiger werden auch aktuelle Unternehmensdaten. Denk dabei an Öffnungszeiten, Preise, Lagerbestände, Produktspezifikationen und Lieferzeiten. Achte daher darauf, dass dein Unternehmensprofil und deine Produkt-Feeds so vollständig und aktuell wie möglich sind. Die Frage verschiebt sich damit immer mehr von „Kann Google meine Seite finden?“ hin zu „Kann Google meine Informationen nutzen?“
Der Google-KI-Modus entwickelt sich weiterhin rasant weiter. Für Unternehmen bedeutet das, dass es bei der Online-Sichtbarkeit nicht mehr nur um traditionelle Top-Platzierungen bei Google geht. Es geht auch um starke Inhalte, eine absolut zuverlässige Technik und aktuelle Informationen, die Google direkt nutzen kann. Mit unserem AI Visibility Checker ermitteln wir genau, wie oft und auf welche Weise KI-Systeme deine Marke, deine Produkte oder deine Website erwähnen. Das bietet eine gute Grundlage, um deine KI-Sichtbarkeit gezielt zu verbessern.
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