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Für die Website-Optimierung brauchst du keine 10.000 Besucher

Wie optimiert man ohne große Besucherzahlen?

Wouter Wissink Digital Marketing Expert Bij Dtch Digitals

Von: Wouter Wissink

Lesezeit: 6 Minuten

Viele Unternehmen wollen ihre Website verbessern, scheitern aber an einem Punkt: zu wenig Traffic für einen zuverlässigen A/B-Test. Die Optimierung wird dann aufgeschoben oder – schlimmer noch – auf der Grundlage dessen entschieden, was im Besprechungsraum am lautesten gesagt wird. Dabei kannst du schon mit einem Bruchteil dieses Traffics fundierte Entscheidungen treffen, ohne jemals einen A/B-Test durchzuführen.

Das solltest du über die Website-Optimierung bei geringem Traffic wissen:

  • Du brauchst nicht immer hohe Besucherzahlen, um deine Website fundiert zu verbessern.
  • A/B-Tests sind vor allem dann wertvoll, wenn du genug Traffic und Conversions hast, um verlässliche Schlussfolgerungen zu ziehen.
  • Mit qualitativ hochwertiger Nutzerforschung erkennst du, warum Besucher abspringen, zögern oder nicht konvertieren.
  • Vor allem Probleme mit der Benutzererfahrung (UX), den Texten, der Navigation und Formularen lassen sich gut ohne A/B-Tests untersuchen.
  • Durch monatliche Tests verbesserst du deine Website Schritt für Schritt auf der Grundlage des tatsächlichen Nutzerverhaltens.

In diesem Artikel zeigen wir dir die Chancen, wichtige Punkte und Entscheidungsmöglichkeiten auf, die bestimmen, wie du deine Website bei geringem Traffic verbessern kannst.

Wouter Jelle (1)

Warum erfordern A/B-Tests viel Traffic?

A/B-Tests sind eine bewährte Methode, um Annahmen zu überprüfen. Zwei Versionen einer Seite, der Traffic gleichmäßig aufgeteilt – und die Zahlen zeigen den Gewinner. Es gibt allerdings einen Haken: Du brauchst ausreichend Traffic, damit du dem Ergebnis vertrauen kannst.

Statistische Signifikanz bedeutet, dass der Unterschied zwischen zwei Varianten kein Zufall ist. Um das nachzuweisen, brauchst du hohe Besucherzahlen pro Variante. Bei einer durchschnittlichen Konversionsrate von 2 bis 3 % sind das schnell Tausende von Besuchern pro Variante. Den dafür notwendigen Traffic haben die meisten mittelständischen Webshops und Lead-Generierungs-Seiten einfach nicht.

Hinzu kommt noch etwas Unangenehmes: 95 % deiner Besucher konvertieren ohnehin nicht. Fast die Hälfte verlässt die Seite nach nur einer Seite. Der verbleibende Anteil ist zu klein, um darauf verlässliche Aussagen zu stützen. Die Folge ist ein Teufelskreis. Kein Traffic, keine Signifikanz, kein Test, keine Optimierung. Und so bleibt die Website jahrelang genau so, wie sie beim Start war.

Kein Datenverkehr muss kein Grund sein, die Optimierung aufzuschieben. Es bedeutet nur, dass du eine andere Methode brauchst.


Conversie Optimalisatie

Beweise brauchen nicht immer Zahlen

Hier scheitert oft die Optimierung. Viele glauben, dass sich ohne statistische Sicherheit keine Entscheidung begründen lässt. Das stimmt nicht.

Statistische Signifikanz dient dazu, zu zeigen, dass ein Unterschied kein Zufall ist. Bei qualitativer Forschung misst man keinen Unterschied zwischen Varianten, sondern beobachtet die Ursachen von Verhalten. Das ist eine andere Art von Beweis – und in vielen Fällen mehr als ausreichend.

Ein konkretes Beispiel: Fünf Besucher erhalten auf deiner Produktseite dieselbe Aufgabe. Vier von ihnen kommen genau an derselben Stelle nicht weiter. Da entsteht ein Muster, das du mit eigenen Augen erkennen kannst. Die Statistik trägt dazu kaum etwas bei.

Die Nielsen Norman Group betont das schon seit Jahren: Die qualitative Beobachtung des Nutzerverhaltens ist schneller, tiefgehender und weniger anfällig für die Fallstricke, mit denen quantitative Forschung zu kämpfen hat.

„Dass vier von fünf Besuchern an derselben Stelle stecken bleiben, ist ein Muster, das man nicht erst berechnen muss.“

Zwei Momente, in denen User-Testing allein schon ausreicht

Qualitative Forschung ersetzt A/B-Tests nicht vollständig. Aber in mehr Situationen, als vielen Teams bewusst ist, kann sie eine Entscheidung durchaus eigenständig untermauern. Zwei davon möchte ich hier hervorheben.

Vor dem Go-Live: Validieren, bevor du entwickelst

Der am meisten unterschätzte Zeitpunkt für qualitative Forschung liegt vor dem Live-Gang. Einen Prototyp, ein Wireframe oder den Entwurf einer neuen Produktseite kannst du mit Lyssna, einem Tool für Nutzerforschung, testen, bevor ein Entwickler auch nur eine Zeile Code dafür schreibt.

In so einem Test wird deutlich, ob die Leute verstehen, was du vermitteln willst, ob die Hierarchie stimmt und ob der CTA genug Vertrauen vermittelt. Vor allem aber: ob die Lösung, die du im Kopf hast, auch im Kopf deiner Besucher funktioniert.

Das verhindert, dass du wochenlang an etwas arbeitest, das nach dem Go-Live eine Enttäuschung wird. Ein A/B-Test hat hier ohnehin keine Funktion; es gibt noch nichts, womit man vergleichen könnte.

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Während der Optimierung: Diagnose und Validierung

Teams setzen Lyssna in dieser Phase bereits regelmäßig ein, allerdings oft nur als einzelnen Schritt. Die Stärke liegt jedoch gerade in der Wiederholung.

Ein monatlicher Nutzertest liefert dir alle vier Wochen neue, präzise Erkenntnisse. Besucher zeigen dir, welche Schaltflächen verwirrend wirken, wo sie vergeblich suchen und welche Wörter genau den zusätzlichen Vertrauensschub geben. Diese Beobachtungen kannst du direkt in eine Anpassung umsetzen, ohne erst wochenlang auf statistische Signifikanz warten zu müssen.

Wenn du zwischen zwei Lösungsansätzen schwankst, testest du einfach noch einmal. Nicht mit zehntausend Besuchern, sondern mit fünf.

Ein Jahr lang jeden Monat eine fundierte Entscheidung zu treffen, bringt mehr als ein Jahr lang auf einen einzigen zuverlässigen A/B-Test zu warten.

Wenn Qualität nicht ausreicht

Mal ehrlich: Nicht jede Entscheidung lässt sich allein mit Nutzertests begründen. Manchmal ist eine quantitative Validierung doch die richtige Methode.

Das gilt vor allem dann, wenn die Verbesserung rein anhand von Zahlen gemessen werden muss. Denk zum Beispiel an die Auswirkungen von Preisstrategien oder den Ertrag eines bestimmten Angebots. Solche Entscheidungen erfordern Traffic und einen echten Vergleich zwischen verschiedenen Varianten, da die Wirkung selbst in den Zahlen liegt und nicht aus dem Nutzerverhalten abgelesen werden kann.

Bei ausreichendem Traffic sind A/B-Tests in solchen Fällen eine wertvolle Ergänzung zu deiner Untersuchung. Für die meisten UX- und Copy-Fragen auf Produktseiten, bei Lead-Formularen und in der Navigation brauchst du sie aber einfach nicht.

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Kleine Tests, große Wirkung

Der Wert dieses Rhythmus liegt in der Kumulierung. Eine einzige Anpassung auf deiner Produktseite stärkt den Funnel ein wenig. Einen Monat später weißt du, wo in dieser neuen Situation die nächste Reibstelle liegt, und gehst sie an. Du baust eine Website auf, die mit jeder Iteration näher an deine Besucher heranrückt, statt einer, die beim Go-Live fertig ist und danach stillsteht.

Dieses Tempo ist machbar, weil der Aufwand pro Test gering bleibt. Eine gut formulierte Aufgabe und fünf Teilnehmer liefern bereits eine Richtung, mit der du am nächsten Tag loslegen kannst. Im Rahmen unserer CRO-Prozesse setzen wir diese Form der Untersuchung neben A/B-Tests ein, je nachdem, was der Traffic und die jeweilige Fragestellung erfordern. Bei Websites mit zu wenigen Besuchern für quantitative Tests greifen wir diesen Rhythmus systematisch auf, damit es nicht bei guten Vorsätzen bleibt.

Collegas Jelle En Wouter Aan De Slag Met Kwalitatief Onderzoek Voor Klanten

Los geht’s

Die Hürde ist niedriger, als du denkst. Nimm deine wichtigste Seite, formuliere eine Aufgabe, die ein typischer Besucher ausführen würde, und schau dir an, was passiert, wenn fünf Leute versuchen, diese Aufgabe zu erledigen. Was du dabei siehst, bekommst du nirgendwo sonst so direkt auf den Tisch. Du lernst deine Besucher besser kennen als je zuvor. Und so verbesserst du deine Website Monat für Monat, ohne jemals diese 10.000 Besucher zu brauchen.

Willst du wissen, wo deine Website durch monatliche qualitative Untersuchungen den größten Gewinn erzielen kann? Ich schaue mir das gerne mit dir gemeinsam an. Melde dich, dann entdecken wir gemeinsam deine Chancen.

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Über den Autor

Wouter Wissink

Wenn du Wouter Wissink in dein Team holst, bekommst du einen Digital-Marketing-Experten, der die Brücke zwischen Mensch und Technologie schlägt. Mit seinem Abschluss in Human Factors & Engineering Psychology an der Universität Twente beschäftigt sich Wouter intensiv mit Nutzerverhalten und Benutzerfreundlichkeit, was ihn zu einem Experten im Bereich CRO macht. Wouter ist von Natur aus neugierig, analytisch und strukturiert. Er denkt gerne über die psychologischen Motive hinter Nutzerdaten nach und darüber, wie diese Erkenntnisse in konkrete Verbesserungen für die digitalen Kanäle unserer Kunden umgesetzt werden können.

Was Wouter wirklich Energie gibt, ist die Zusammenarbeit, der Wissensaustausch und die Kombination von Daten und Psychologie, um einen messbaren Einfluss auf die Benutzererfahrung zu nehmen. Mit Wouter in deinem Team kannst du sicher sein, dass deine digitalen Marketingstrategien nicht nur clever, sondern auch menschenorientiert sind.

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