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Strengere Social-Media-Richtlinien

Ofcom bringt in England neue Richtlinien raus und beeinflusst damit auch andere Länder

Nienke Katgert Inbound Marketing Expert Dtch Digitals

Von: Nienke Katgert

Lesezeit: 4 Minuten

Sind junge Leute eine wichtige Zielgruppe für die Kampagnen deines Unternehmens? Dann weiß man sicherlich, wie streng die Regeln für das Marketing dieser Gruppe sein können. Der Druck steigt, vor allem wenn es darum geht, junge Menschen vor schädlichen Inhalten in sozialen Medien zu schützen.

Die britische Regulierungsbehörde Ofcom hat kürzlich neue Richtlinien im Rahmen des Online Safety Act eingeführt. Diese Vorgaben verpflichten Plattformen wie Meta, TikTok und X, den Schutz von Kindern vor schädlichen Inhalten zu verstärken. Zu den Maßnahmen gehören unter anderem strengere Altersverifikationen und angepasste Algorithmen, was dazu führen könnte, dass Kampagnen künftig anders ausgerichtet werden müssen.

Vielleicht scheint es so, dass diese neuen Regelungen nur für Großbritannien gelten und uns in Deutschland nicht betreffen. Doch die Auswirkungen könnten größer sein als zunächst angenommen. Im Folgenden wird erläutert, ob und wie diese Entwicklungen die (zukünftige) Social-Media-Strategie von Unternehmen beeinflussen könnten.

Die neuen Richtlinien von Ofcom

Ofcom gilt im Vereinigten Königreich als die führende Aufsichtsbehörde für den Mediensektor. Im Rahmen des Online Safety Act wurden neue Verhaltenskodizes eingeführt, die als Reaktion auf die wachsende Besorgnis über den Einfluss sozialer Medien auf junge Menschen dienen – ein Thema, das auch in vielen europäischen Ländern zunehmend diskutiert wird.

Plattformen wie Meta, TikTok und X sind nun verpflichtet, Kinder besser vor schädlichen Inhalten zu schützen. Welche konkreten Änderungen ergeben sich daraus?

  • Verpflichtende Altersverifikation: Plattformen müssen sicherstellen, dass Nutzer unter 18 Jahren keinen Zugang zu schädlichen, sensiblen oder unangemessenen Inhalten erhalten.
  • Sichere Zonen für Minderjährige: Social-Media-Plattformen müssen sichere Bereiche schaffen, in denen Jugendliche nicht mit gefährlichen oder sensiblen Inhalten wie etwa sexuell anstößigen Darstellungen, gesundheitsgefährdender Werbung (z. B. übermäßiger Konsum bestimmter Produkte) oder Beiträgen, die zu gefährlichem Verhalten wie Essstörungen oder Selbstverletzung anregen, konfrontiert werden.
  • Elterliche Aufsicht und Meldesysteme: Es muss Funktionen geben, die es Eltern ermöglichen, die Aktivitäten ihrer Kinder zu überwachen, sowie Meldesysteme, die es Nutzern ermöglichen, unangemessene oder schädliche Inhalte zu melden.

Dein Unternehmen weicht von den neuen Richtlinien von Ofcom ab? Die Nichteinhaltung der neuen Richtlinien von Ofcom kann schwerwiegende Konsequenzen haben. Unternehmen, die gegen diese Gesetze verstoßen, riskieren Strafen von bis zu 18 Millionen Pfund oder 10 Prozent ihres weltweiten Umsatzes.

Ein kleiner Schritt in Richtung Deutschland

Vielleicht denkt man jetzt: „Das betrifft doch nur Großbritannien, oder? Was hat das mit der Zielgruppe in Deutschland zu tun?“ Möglicherweise mehr, als man auf den ersten Blick vermuten könnte. Große Social-Media-Anbieter sind weltweit tätig. Plattformen wie TikTok, Instagram, Facebook und X haben nicht nur Nutzer im Vereinigten Königreich, sondern auch Millionen aktive Konten weltweit.

Was im Vereinigten Königreich passiert, könnte ein Vorbote dafür sein, wie diese Plattformen weltweit reguliert werden. Das gilt auch für Deutschland, da auch hier ähnliche Bedenken über den Einfluss sozialer Medien auf junge Menschen bestehen.

Und wer weiß, was die nahe Zukunft bringt? Die Medienlandschaft verändert sich schnell, sodass auch in der EU bald ähnliche Gesetze zur besseren Sicherheit der Nutzer eingeführt werden könnten. Ein Blick auf das TikTok-Verbot in den USA, das durch Trump angestoßen wurde, zeigt, wie schnell globale Diskussionen über den Einfluss sozialer Medien und den Schutz der Nutzer an Fahrt gewinnen können. Ein Thema, das auch in Europa immer heißer wird!

Was bedeutet das für Unternehmen?

Unabhängig davon, ob Unternehmen Kampagnen auf TikTok, X, Facebook oder Instagram durchführen, könnten strengere Regelungen erhebliche Auswirkungen auf ihre Werbung und Zielgruppenansprache haben. Diese Veränderungen betreffen nicht nur die Reichweite, sondern auch die Art und Weise, wie Unternehmen mit ihrer Zielgruppe, insbesondere der jüngeren Generation, interagieren.

Laufen derzeit internationale Kampagnen oder steht eine Optimierung der Social-Media-Strategie für die Zukunft an? Dann ist es entscheidend, auf die neuen Richtlinien zu reagieren. Es ist wichtig, neue Ansätze zu finden, um die junge Zielgruppe effektiv anzusprechen. Ein wertvoller Tipp: Unternehmen sollten nicht alles auf eine Karte setzen. Alternative Marketingstrategien wie SEO und E-Mail-Marketing können ebenfalls effektive Wege sein, um die jüngere Zielgruppe zu erreichen.

Denn wer weiß – vielleicht sind die Entwicklungen in Großbritannien nur der Anfang und ein Vorbote dessen, was auch in anderen Ländern bald umgesetzt wird.

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Nienke Katgert Inbound Marketing Expert Dtch Digitals

Über den Autor

Nienke Katgert

Engagiert, neugierig, lösungsorientiert, kreativ – das ist Nienke Katgert pur sang. Bei Dtch. Digitals verstärkt Nienke das Team der Inbound Marketing Experten. Mit über einem Jahr Berufserfahrung in einer Digitalagentur weiß Nienke, wie die Agenturwelt funktioniert und wo sie für unsere Kunden Wachstum erzielen kann. In unserem Team arbeitet sie an der Erstellung von persönlichen, kreativen und gehaltvollen Inhalten, um eine Marke für Kunden, die Content Marketing an unsere Agentur auslagern, vollständig auf die Landkarte zu bringen. Von der Kreation bis zur Strategie – Nienke fühlt sich in der Marketing- und Medienwelt zu Hause.

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