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Datengesteuerte Attribution

Was ist das und was kann man damit machen?

Guus Nijboer Digital Marketing Expert Dtch Digitals

Von: Guus Nijboer

Lesezeit: 6 Minuten

Marketing-Trichter werden immer komplizierter. Kunden checken mehrere Kanäle, bevor sie was kaufen. Sie sehen eine Anzeige in den sozialen Medien, suchen später bei Google, lesen eine E-Mail und kaufen erst Tage oder Wochen später. Das macht es immer schwieriger zu sagen, welche Marketingmaßnahme wirklich zum Ergebnis beigetragen hat.

Außerdem ist die Customer Journey nicht mehr linear. Die Leute springen zwischen Geräten und Plattformen hin und her, was dazu führt, dass traditionelle Messmethoden blinde Flecken schaffen. Datengesteuerte Attribution hilft Unternehmen, das besser zu verstehen. Anstatt einem einzigen Kanal die ganze Ehre zu geben, schaut sich dieses Modell an, wie verschiedene Touchpoints zusammenwirken und welchen Einfluss sie auf eine Conversion haben.

Dabei wird die Synergie zwischen den Kanälen betrachtet: Verstärkt dieser Social-Media-Beitrag die spätere Google-Suche oder hätte die Conversion auch ohne diese erste Interaktion stattgefunden? Das Ergebnis ist ein realistischeres Bild der Marketingleistung, sodass Unternehmen fundiertere Entscheidungen über Budget, Kanalstrategie und Optimierung treffen können.

Was ist Marketingattribution?

Marketingattribution ist der Prozess, bei dem den verschiedenen Kontaktmomenten, die zu einer Conversion führen, wie z. B. einem Kauf oder einem Lead, ein Wert zugewiesen wird. Das Ziel ist es, zu verstehen, welche Kanäle und Kampagnen zum Endergebnis beitragen.

In der Praxis besteht eine Customer Journey selten aus einer einzigen Interaktion. Nehmen wir an, ein Nutzer sieht zuerst eine Display-Anzeige, kommt später über eine Suchmaschine zurück und konvertiert schließlich über eine Remarketing-Kampagne. Die Frage ist dann: Welcher Kanal hatte den größten Einfluss?

Attribution hilft Unternehmen, diese Frage zu beantworten, und verhindert, dass Entscheidungen nur auf dem letzten Kontaktmoment basieren. Ohne ein gutes Modell riskierst du, dass du Budget von Kanälen aus deiner Online-Marketing-Strategie streichst, die für die erste Kontaktaufnahme unverzichtbar sind, einfach weil sie nicht den „letzten Klick” für sich beanspruchen.

Guus Nijboer Digital Marketing Expert Dtch Digitals

Die Ergebnisse sind nur so gut wie die Eingaben. Eine solide Tracking-Strategie und genug Daten sind wichtig, damit das Modell zuverlässig ist.

Ich helfe dir gerne weiter!

Traditionelle Attributionsmodelle erklärt

Bevor es datengesteuerte Attribution gab, haben Unternehmen meistens mit regelbasierten Modellen gearbeitet. Diese Modelle folgen festen Wertverteilungen.

  • Letzter Klick. Gibt 100 % des Conversion-Werts dem letzten Kontaktmoment. Dadurch werden Kanäle, die sich früh im Trichter befinden, oft unterschätzt.
  • Erster Klick. Weist den gesamten Wert dem ersten Kanal zu, über den ein Nutzer gekommen ist. Dieses Modell betont die Bekanntheit, ignoriert aber spätere Einflüsse.
  • Lineares Modell. Verteilt den Wert gleichmäßig auf alle Touchpoints. Das scheint zwar ausgewogen, unterscheidet aber nicht zwischen Kanälen mit mehr oder weniger Einfluss.
  • Positionsbasiertes Modell (U-Shape). Dieses Modell versucht, das Beste aus beiden Welten zu kombinieren. Es gibt dem ersten und letzten Kontaktmoment den größten Wert (oft jeweils 40 %), weil diese den Kunden gewonnen und zum Kauf überzeugt haben. Die restlichen 20 % werden auf die Schritte dazwischen verteilt.
  • Zeitverfall (Time Decay). Bei diesem Modell gilt: Je näher der Kontaktmoment an der eigentlichen Conversion liegt, desto mehr Wert bekommt er. Ein Klick von vor einer Stunde zählt also mehr als ein Klick von vor zwei Wochen.

Attributionsmodelle Erklärt

Was ist datengesteuerte Attribution?

Datengesteuerte Attribution ist ein Attributionsmodell, das mit maschinellem Lernen herausfindet, wie jeder Touchpoint zu einer Conversion beiträgt. Anstatt mit festen Regeln zu arbeiten, schaut sich das Modell viele Kundenpfade an und berechnet, wie viel jeder Kanal wirklich dazu beiträgt.

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Dabei schaut das Modell nicht nur, welche Kanäle da waren, sondern vor allem, welche Interaktionen die Chance auf eine Conversion erhöht haben. Viele dieser Modelle (wie in GA4) nutzen den „Shapley-Wert”, ein Konzept aus der Spieltheorie. Dabei wird der Mehrwert eines Kanals berechnet, indem die Conversion-Chance mit diesem Kanal mit der Conversion-Chance ohne diesen bestimmten Kanal in der Customer Journey verglichen wird. Das führt zu einer dynamischen Wertverteilung, die besser zum tatsächlichen Verhalten der Nutzer passt.

Für Unternehmen bedeutet das oft ein genaueres Bild der Marketingwirkung und eine bessere Grundlage für die Optimierung von Kampagnen.

„Durch die Erschließung der versteckten Muster in der Customer Journey mithilfe von maschinellem Lernen ermöglicht die datengesteuerte Attribution Unternehmen, nicht auf der Grundlage von Regeln, sondern auf der Grundlage des tatsächlichen Beitrags zu optimieren.“

Wie funktioniert datengesteuerte Attribution in der Praxis?

Datengesteuerte Attribution wird heute häufig in Werbeplattformen wie Meta und Google Ads, aber auch in Analyseplattformen wie Google Analytics 4 (GA4) eingesetzt. Obwohl die genaue Funktionsweise je nach Plattform unterschiedlich ist, folgen die meisten datengesteuerten Modelle einer ähnlichen Logik.

Das Modell analysiert sowohl konvertierende als auch nicht konvertierende Kundenpfade und sucht nach Mustern. Anschließend berechnet es, inwieweit ein bestimmter Touchpoint die Wahrscheinlichkeit einer Conversion erhöht. Auf dieser Grundlage wird der Konversionswert proportional auf die beteiligten Kanäle verteilt.

Goede data verzamelen is onmisbaar voor de juiste attributie

Ein wichtiger Teil dabei ist der „inkrementelle Wert”. Das Modell versucht rauszufinden, ob ein Kanal eine neue Aktion angeregt hat oder ob der Kunde sowieso schon vorhatte, zu konvertieren (z. B. über direkten Traffic). Anstatt mit Annahmen zu arbeiten, nutzt das Modell also statistische Analysen, um den Beitrag der Marketingmaßnahmen zu bestimmen. Das macht die Attribution flexibler und besser auf das sich ändernde Verbraucherverhalten abgestimmt.

Ein häufiges Missverständnis über datengesteuerte Attribution

Eine falsche Annahme ist, dass datengesteuerte Attribution automatisch zu besseren Erkenntnissen führt. In Wirklichkeit hängt die Qualität des Modells stark von den zugrunde liegenden Daten ab.

Wenn das Tracking unvollständig ist, die Konversionsvolumina gering sind oder die Datenquellen nicht gut aufeinander abgestimmt sind, kann das Modell keine zuverlässigen Berechnungen durchführen. Schließlich wird die Qualität der Ausgabe durch die Qualität der Eingabe bestimmt. Darüber hinaus spielen Datenschutzgesetze (wie das Verschwinden von Third-Party-Cookies) eine große Rolle. Moderne Modelle müssen immer öfter Lücken in den Daten mit „modellierten Conversions” füllen, um ein vollständiges Bild zu liefern.

Datengesteuerte Attribution ist daher kein Ersatz für eine starke Messstrategie, sondern vielmehr eine Erweiterung davon. Sie erfordert eine gesunde Portion kritisches Denken: Die Daten sagen dir, was passiert, aber der Marketer muss immer noch entscheiden, warum das passiert und wie darauf reagiert werden soll.

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Die Ergebnisse sind nur so gut wie die Eingaben. Eine solide Tracking-Strategie und genug Daten sind wichtig, damit das Modell zuverlässig ist.

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Was du über datengesteuerte Attribution wissen solltest

  • Im Gegensatz zu traditionellen Modellen (wie Last Click oder Linear) nutzt datengesteuerte Attribution keine voreingestellten Prozentsätze, sondern Echtzeitdaten und Algorithmen.
  • Das Modell lernt nicht nur aus erfolgreichen Verkäufen, sondern auch aus Pfaden, die nicht zu einer Conversion geführt haben. Dadurch versteht es genau, welche Knöpfe wirklich den Unterschied machen.
  • Data-Driven Attribution hilft dir dabei, festzustellen, ob eine Anzeige tatsächlich eine neue Aktion ausgelöst hat oder ob ein Kunde ohnehin schon vorhatte, zu konvertieren.
  • Die Ausgabe ist nur so gut wie die Eingabe. Eine wasserdichte Tracking-Strategie und ausreichend Datenvolumen sind Voraussetzungen für ein zuverlässiges Modell.
  • Durch den Einsatz von maschinellem Lernen kann DDA die Lücken füllen, die durch das Verschwinden von Cookies und verschärfte Datenschutzeinstellungen entstehen (Conversion Modeling).

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Über den Autor

Guus Nijboer

Mit Guus Nijboer haben wir einen weiteren begeisterten SEO-Experten mit einer Leidenschaft für die Optimierung von Websites für Suchmaschinen in unser Team aufgenommen. Seine neugierige Art ermutigt Guus dazu, sich weiterzubilden und in der digitalen Branche zu wachsen. Als analytischer Denker kann Guus komplexe Daten interpretieren und analysieren, um die Leistung einer Website zu verbessern. Zusammen mit dem Team von SEO-Spezialisten nutzt Guus die neuesten Erkenntnisse der SEO und ihrer Tools, um für unsere Kunden Wachstum zu erzielen.

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